Traditionell werden die besten jungen Dressur- und Springhengste nach ihrer Leistungsprüfung vom Hannoveraner Verband ausgezeichnet. Namensgeber der Preise sind die beiden Stempelhengste Weltmeyer und Stakkato. Diese Ehre wurde zu Beginn ihrer Karriere fünf Dressur- und zwei Springpferdehengsten zuteil. Fünf der Preisträger wurden bei der Privathengstschau in Verden präsentiert.
Daan G. sorgte schon bei seiner Körung in Verden für Aufsehen, als er mit 2.000.000 Euro die sensationelle Preisspitze des Hengstmarktes war. „Ein Pferd für Gänsehautmomente“, kommentierte damals Körkommissarin Heike Kemmer. Der Donkey Boss/Don Olymbrio L-Sohn (Z.: Stutteri G., Lynge/DEN, Station: Helgstrand Dressage, Vodskov/DEN) begeistert auch unter dem Sattel. Im August wurde er Hannoveraner Vizechampion der dreijährigen Hengste, im November gewann er den 35-Tage-Test in Dänemark überlegen mit 912,00 Punkten.

In Verden musste sich Daan G. lediglich dem Dynamic Dream/Escolar-Sohn DC-10 (Z.: ZG Rütten-Janßen, Mönchengladbach) geschlagen geben, der mit der weiß-gelben Siegerschärpe auf die Ehrenrunde ging. Dazu gab es das positive Körurteil des Hannoveraner Verbandes für den Fuchs, der seinerzeit als Siegerfohlen des Fohlenchampionats in Wickrath an einen niederländischen Hengsthalter versteigert wurde. Bei der Hengstleistungsprüfung in Dänemark lag DC-10 dann mit 885,50 Punkten knapp hinter seinem Stallgefährten.

Mit Lindenberg v. Libertad/Destano (Z.: ZG Maak, Hamburg, Station: Tobias Schult, Hünxe) geht ein Weltmeyer-Preis an den Bundeschampion der vierjährigen Hengste 2024. Seine überragende Qualität hatte der wunderschöne Rapphengst aus dem Stutenstamm der Simse zuvor in Teil I der Sportprüfung mit dem glänzenden Ergebnis von 9,07 schon unter Beweis gestellt.
Dreimal hintereinander erzielte der Secret/All Inclusive-Sohn Sir Gribaldi (Z.: ZG Aronis und Janßen, Oederquart) in Münster-Handorf das beste Resultat des Prüfungsjahrganges. Den Veranlagungstest absolvierte er mit 8,59, Teil I der Sportprüfung Dressur mit 8,84 und Teil II mit 9,01. Im vergangenen Jahr war der Dunkelbraune, der auf Stammstute Dodica zurückgeht, außerdem beim Bundeschampionat der fünfjährigen Dressurpferde am Start. Das Gestüt Sprehe hatte ihn auf dem Hengstmarkt in Verden entdeckt.
Die Zusammenarbeit des Landgestüts Celle und der Hengststation Hoffrogge ist von Erfolg gekrönt: Sie sicherten sich in Verden gemeinsam den Prämienhengst Venturo v. Valdiviani/Belissimo M (Z.: Ulla Katzorke, Essen), der sich jetzt Weltmeyer-Preisträger nennen darf. Dressursport ist fest in seinen Genen verankert, seine Mutter St.Pr.St. Leistungsstute Dressur Bohemian Rhapsodie ist selbst bis Inter I platziert, Großmutter Rhapsodie Queen bringt es auf zwei weitere Nachkommen, die auf höchstem Niveau im Viereck unterwegs sind. Venturo überzeugte in Teil I seines Sporttests Dressur in Münster-Handorf mit der herausragenden Endnote 9,19.

Zwei Springhengste überzeugten im Dezember des vergangenen Jahres beim 50-Tage-Test in Adelheidsdorf und werden für ihre überragenden Ergebnisse mit dem Stakkato-Preis belohnt. Der Arezzo VDL/Cornado-Sohn Acorezzo (Z.: Antonius Schulze-Averdiek, Rosendahl) überzeugte schon als Prämienhengst bei seiner Körung in Verden. Richard Vogel und David Will sicherten sich den Rohdiamanten, dessen Mutter die Halbschwester des international erfolgreichen Privatbeschälers Fire and Ice ist. Beim 50-Tage-Test belohnte Acorezzo das Vertrauen mit der Endnote 8,41.

Mit dem zweiten Stakkato-Preis wird Firecracker K v. For Treasure VDL/Crumble (Z.: Martin Klintworth, Ohrensen) ausgezeichnet. In Adelheidsdorf zündete der Schimmel ein wahres Feuerwerk und kam auf die Endnote 8,48. Seine Großmutter St.Pr.St. Cintia war nicht nur selbst im Parcours erfolgreich, sie erwies sich auch züchterisch als äußerst wertvoll. Ihr Sohn Crumble Cheesecake FRH v. Crumble gewann 2022 mit Ole Klintworth die Hannoveraner Springpferde-Masters, zwei Jahre später tat es Hann.Pr.A. Cherry Fly K FRH v. Chacfly PS ihrem Halbbruder gleich.


