Der Prämienhengst v. Aganix du Seigneur Z/Cascavello mit seinen Züchtern und Ausstelllern Ralf Ferri und Rafal Krajewski (Foto: Fellner)

Verdener Hengstkörung und Hengstmart – Springen

Eine Woche nach den Dressurhengsten hatten die Springhengste ihren großen Auftritt bei der Hengstkörung des Hannoveraner Verbandes. 29 der 52 angetretenen Hengste wurden gekört. Fünf Vertreter des Jahrganges 2023 erhielten für ihre herausragende Qualität den Titel „Prämienhengst“. Spitzenreiter der Preisstatistik war der Prämienhengst v. Aganix du Seigneur Z, der für 125.000 Euro versteigert wurde.

Zum Hengstmarkt kamen 26 gekörte und 21 nicht gekörte Hengste. Der begehrteste Prämienhengst war der Aganix du Seigneur Z/Cascavello-Sohn (Z.: Rafal Krajewski, Lwowek Wlkp/POL, Ausst.: BG Ralf Ferri und Rafal Krajewski, Winsen). Der mit scheinbar unbegrenztem Vermögen ausgestattete Fuchshengst aus dem Stamm von Gerco Schröders Olympiapferd Eurocommerce Monaco wird für 125.000 Euro in Belgien Werbung für die Körung und den Hengstmarkt in Verden machen. In Topphände kommt auch der Chacco-Blue/Nabab de Reve-Sohn (Z.: Caterina Schulz-Beelitz, Behrensdorf, Ausst.: Hauke Heinrich, Lensahn). Vor zwei Jahren über die Turnierfohlenauktion auf dem Hof Rosenbusch versteigert, erfolgte der Zuschlag für den mit besten Reflexen ausgestatteten Braunen bei 102.000 Euro für einen erfolgreichen Zucht- und Ausbildungsstall in Niedersachsen.

Gleich zwei Fohlen, die 2023 zur Online-Auktion des Verdener Fohlenfrühlings gehörten, fanden als Prämienhengste neue Besitzer. Ein Stammkunde aus den USA ließ sich nicht die Gelegenheit entgehen, sich den leichtfüßig springenden und mit korrektem Fundament ausgestatteten Diarado/Chacoon Blue-Sohn (Z.: Paul Bergen, Wagenfeld, Ausst.: Carola Grotheer, Worpswede) für 95.000 Euro zu sichern. 33.000 Euro war einem hochklassigen Turnierstall aus der Tschechischen Republik der modern aufgemachte Baloutaire PS/Van Helsing-Sohn (Z.: Bernhard und Helmut Jasken, Haren, Ausst.: IB Berger, Sulzbach-Rosenberg) aus dem sporterfolgreichen Mutterstamm der Jolante wert. Es ist der Mutterstamm des unvergessenen Weltcupsiegers The Natural. Der fünfte Prämienhengst, der Schimmel v. Valensky/Stolzenberg (Z. u. Ausst.: Peter Wisch, Otterndorf), ist bereits der zweite prämierte Sohn der St.Pr.St. Stina, die selbst eine der erfolgreichsten Schaustuten Hannovers ist. Sein Pedigree geht auf die Stammstute Oböe zurück. Er kommt für 28.000 Euro in beste Ausbilderhände.

Eine Box im Landgestüt Celle wird der Emerald van het Ruytershof/Balou du Rouet-Sohn (Z. u. Ausst.: Dr. Elmar Thiemann, Himbergen) beziehen. Damit sichert sich Landstallmeister Dr. Axel Brockmann für 48.000 Euro die Gene der Jahrhundertstute Fairness III Z. Er wird von dem Braunen v. Halifax van het Kluizebos/Carrico-Sohn (Z.: Heide und Helmut Peters, Hammah, Ausst.: Sophia Schäfer, Efringen-Kirchen) begleitet, der für 31.000 Euro zu haben war. Und auch das Landgestüt Warendorf wurde fündig und ersteigerte für 38.000 Euro den Schimmel v. Grey Top/Comte (Z. u. Ausst.: Peter Mahler, Neuhaus), dessen Mutter Hann.Pr.St. Coco M mit seinen beiden Vollschwestern Hann.Pr.A. Golden Hour M und Hann.Pr.A. Golden Moment M im August dieses Jahres den prestigeträchtigen Herwart von der Decken-Preis gewonnen hat.

Hoch in der Gunst der Springexperten stand der Braune v. Forlee/Chacco-Blue (Z.: Harm Wiebusch, Fredenbeck, Ausst.: Pferdezucht Wiebusch GbR, Fredenbeck), der 86.000 Euro kostete. Der Halbbruder von Chloe Reids Grand Prix-Pferd Crossover wird Boxennachbar des Prämienhengstes v. Diarado/Chacoon Blue. Einen Tag zuvor hat sein zweiter Halbbruder Action hero v. Action Blue mit Mynou Diederichsmeier die Hannoveraner Springpferde-Masters der Sieben- und Achtjährigen gewonnen.

Der Durchschnittspreis der 26 gekörten Hengste lag bei 37.981 Euro. Das internationale Interesse war groß, rund 50 Prozent der Hengste werden voraussichtlich Deutschland verlassen. Für die 21 nichtgekörten Hengste mussten durchschnittlich 23.071 Euro angelegt werden.

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